Opernrarität: „Tolomeo, re d’Egitto“ von Georg Friedrich Händel – Staatstheater Karlsruhe – 2020
Verlustangst unter Quallen – Staatstheater Karlsruhe zeigt bei den 43. Händelfestspielen die selten gespielte Oper „Tolomeo, re d’Egitto“ – von Klaus J. Loderer Quallen finden sich eher selten in Bühnenbildern. In Karlsruhe schweben sie in Massen und leuchtend wie Lampions in einem Raum, der gerade abgesoffen ist und durch dessen große Fenster man nun ein wilde Unterwasservegetation sieht. Dachte man vorher beim Blick durch die Fenster auf das Wasser an eine Villa am Meer, in dem mit schönem Abendrot vor der Pause die Sonne unter- und nach der Pause wieder aufgeht, könnte es sich während des entfesselten Sturms mit immer höher schlagenden Wellen um ein untergehendes Schiff zu handeln. Für das glückliche Ende ist dann wieder alles in Ordnung. Dann kann Tolomeo seine Seleuce in die Arme schließen. Was mit den drei anderen Personen passiert, das bleibt offen. „Tolomeo“ im Staatstheater Karlsruhe: Jakub Józef Orliński (Tolomeo) und Louise Kemény (Seleuce) Foto:...