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L'arbore di Diana – Prinzregententheater München – 2015

Wunderbaum im Konzertsaal  – „L'arbore di Diana“   (Der Baum der Diana)  von Vincente Martin y Soler am Prinzregententheater in München –  von Klaus J. Loderer Und wieder eine der wunderbaren Opern aus den 1780er Jahren: „L'arbore di Diana“ (Der Baum der Diana), Oper von Vincente Martin y Soler, die ich mir gestern in München angeschaut habe. Es gab damals in Wien eben nicht nur die Opern von Mozart sondern auch noch andere meisterliche Komponisten. Hier ist das Libretto immerhin auch von Lorenzo da Ponte. Man versteht schon, warum die Oper damals so popul är war. Die bayerische Theaterakademie hat die Oper im Prinzregententheater aufgeführt. Paolo Carignani leitete das Münchner Rundfunkorchester spritzig und feinfühlig. Balázs Kovalik hat sich ein witziges Regiekonzept ausgedacht, das Jugend- und Manga-Kultur adaptiert (dazu gab es dann passenderweise als Programmheft das Jugendmagazin Diana) aber dann doch als Oratorium im Konzertsaal endet. Dafü...

Peter Grimes – Prinzregententheater München – 2014

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Ein Boot steht auf einsamer Bühne  – Balázs Kovalik inszeniert Benjamin Brittens Oper »Peter Grimes« im Prinzregententheater in München –  von Klaus J. Loderer Englische Küstenromantik mit Kreidefelsen und Schiffen enthält uns Bühnenbildner Csaba Antal vor in der Neuinszenierung von Benjamin Brittens Oper »Peter Grimes«, die am 21. Oktober im Prinzregententheater in München als Produktion des gerade umbaubedingt heimlosen Staatstheaters am Gärtnerplatz, Münchens nicht uninteressantem zweiten Opernhaus, Premiere hatte. Für die Inszenierung von Balázs Kovalik hat er in den leeren Bühnenraum einen riesigen blauen Container gestellt, der ein raffiniertes Innenleben besitzt. Am Bühnenportal ist links und rechts ein schwenkbarer Kranausleger installiert. Und dann spielt noch eine in der Höhe des Bühnenturms aufgehängte riesige Plastikfolie eine wichtige Rolle. Sie erhält am Ende des zweiten Akts eine wichtige Rolle, wenn der Junge John den Fels hinabstürzen soll. Hier...

Salomé – Prinzregententheater München – 2014

Macht und Missbrauch in einem aberwitzigen Treppenlabyrinth  – Balázs Kovalik inszeniert am Prinzregententheater in München die Oper »Salomé« von Antoine Mariotte   in einem phantastischen Bühnenbild von Csaba Antal –  von Klaus J. Loderer Dass zwei Komponisten gleichzeitig an ein und demselben Stoff arbeiten, kommt in der Geschichte der Oper gelegentlich vor. Oft wird dann eine Fassung weltberühmt, während die andere in der Versenkung verschwindet. So ging es etwa mit den beiden Bearbeitung von »La Bohème«. Die Oper von Puccini ist berühmt, die Oper von Mascagni nur wenigen Opernkennern geläufig. Auch beim Salomé-Stoff ist dies der Fall. Man denkt sofort an die Oper von Richard Strauss. Doch gleichzeitig mit Richard Strauss arbeitete auch noch ein junger französischer Komponist an einer Vertonung des Theaterstücks von Oscar Wilde. 1895 las Antoine Mariotte (1875–1944) bei der Marine im chinesischen Meer das Wilde-Stück und träumte von einer Vertonung. Das...