Filmbesprechung: „Frühling in Paris“ (Seize Printemps) von Suzanne Lindon
Das Mädchen und der Schauspieler – vom Zauber der ersten Liebe – Suzanne Lindons Filmerstling „Frühling in Paris“ – von Klaus J. Loderer Eine berührende Szene steht im Mittelpunkt dieses Films: ein Mann gibt in einem Café einer jungen Frau seine Kopfhörer, damit sie seine Lieblingsmusik hört. Er kennt die Musik so gut, dass er weiß, was sie gerade hört. Beide beginnen sich synchron zur Musik zu bewegen. Eine Choreographie entwickelt sich, entwickelt sich, soweit es für am Tisch sitzende Personen möglich ist. Die schöne Szene nimmt ziemlich exakt die Mitte des Films „Frühling in Paris“ ein. Sie wiederholt sich einige Minuten später. Nun stehen beide auf der Bühne eines Theaters. Und wieder entwickelt sich die Choreographie, symbolisiert uns die noch junge Liebesbeziehung – stellt allerdings auch einen der wenigen intensiven Momente dar, die diesem Paar vergönnt ist. Das Paar ist die sechzehnjährige Schülerin Suzanne und der fünfunddreißigjährige Schauspieler Raphaël. Sze...