Opernkritik: Bizets „Carmen“ opulent in der Arena di Verona – 2018
Von der Künstlerkneipe in die Stierkampfarena – Hugo de Ana inszeniert Georges Bizets „Carmen“ beim 96. Opera Festival in der Arena di Verona – von Klaus J. Loderer Stierkampf und Oper scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzugehören. In Bizets Oper „Carmen“ spielt der vierte Akt vor der Stierkampfarena. Und nach eben dieser Stierkampfarena ist in Sevilla das benachbarte Opernhaus Teatro Maestranza benannt. Der argentinische Regisseur Hugo de Ana hat für die Neuproduktion von „Carmen“ die Arena von Verona dann gleich in die Plaza de toros de la Real Maestranza de Caballería, wie die Stierkampfarena von Sevilla vollständig heißt, verwandelt. Gleich zu Beginn der Oper ist im Zentrum der Bühne das Rund für die Stierkämpfe angedeutet und oben sehen wir uns umrundet von den Arkaden der Real Maestranza. Diese sind nur auf die steinernen Stufen projeziert. Aber es wird ein wirkungsvoller Effekt erzielt. Die gesamte Aufführung ist begleitet von den von Sergio Metalli g...