Opernkritik: „Herzog Blaubarts Burg“ (A kékszakállú herceg vára) – Philharmonie Stettin (Szczecin) – 2019
Die bemerkenswerte Außenarchitektur der Philharmonie Stettin Foto: kjl Klanggewaltig – Konzertante Aufführung von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ (A kékszakállú herceg vára) in der Philharmonie Stettin (Filharmonia Szczecin) – von Klaus J. Loderer Dieser Klang sprengte fast den Rahmen des großen Saals der Philharmonie in Stettin. Umrauscht wurde man von den gewaltig sich zu mächtigen Fortissimi aufbauenden Crescendi, die der englische Dirigent Stefan Asbury mit dem auf hundert Musiker aufgestockten Sinfonieorchester der Mieczyslaw-Karlowicz-Philharmonie Stettin aufbaute. Effektvoll waren Trompeten und Posaunen auf der Chortribüne über dem Orchester platziert. So entfaltete sich die zentrale Stelle der Oper zu großartiger Wirkung. Es ist der guten Akustik des Saals zu verdanken, dass diese Musik trotzdem nicht dröhnte. Ein gut geprobtes Orchester und ein feinfühliges Dirigat ließen die Feinheiten der Partitur trotz der großen Besetzung hörbar werd...