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Buchbesprechung: „Tiepolo – der beste Maler Venedigs“

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 Ein Meister leuchtender Farben und flüchtiger Skizzen  – Der Stuttgarter Ausstellungskatalog „Tiepolo – der beste Maler Venedigs“ –  von Klaus J. Loderer Die Stuttgarter Tiepolo-Ausstellung konzentrierte sich auf Zeichnungen und Ölbilder und musste gerade die Bildwerke, für die der venezianische Maler Giovanni Battista Tiepolo schon zu Lebzeiten berühmt war, ausblenden, nämlich die Fresken. Um die gezeigten Skizzen mit dem Treppenhausfresko der Würzburger Residenz in Beziehung zu setzen, war in der Ausstellung an der Decke ein Riesenfoto aufgehängt. Der Ausstellungskatalog kann diese Lücke schließen und stellt die Fresken den Entwürfen und Skizzen gegenüber. Und der Katalogband geht mit seinen Aufsätzen auch mehr auf den Freskenmaler Tiepoloein, als es die Ausstellung tun konnte. Würzburg zeigte 1996 die Tiepolo-Ausstellung „Der Himmel auf Erden“, die von den Würzburger Fresken ausging. Der Anlass damals war der 300. Geburtstag Tiepolos. Den feierte auch das...

Buchbesprechung: „Boulevard Europe“ – Begleitband zur Wanderausstellung über Jacques Offenbach

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„... sie in Ruhe ihren Schoppen trinken zu lassen“  – Begleitband „Boulevard Europe, Jacques Offenbach“ zur Ausstellung des Kölner Stadtmuseums „Von Köln über Paris in die Welt“ anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten Jacques Offenbach –  von Klaus J. Loderer  Der Zwicker ist ein markantes Element der Porträts des Komponisten Jacques Offenbach. Der Begleitband zur Wanderausstellung des Kölner Stadtmuseums nutzt ihn assoziativ als kleine typographische Spielerei auf dem Buchumschlag: über c und q ist ein kleiner Bogen angebracht, wodurch daraus Brille und Augen werden. Zwei Stadtpläne findet man in den Umschlagdeckeln: vorn einen von Köln und hinten einen von Paris. Markiert sind wichtige Orte der Biographie des Komponisten Jacques Offenbach. Mit Nummern sind sie markiert, das Geburtshaus am Großen Griechenmarkt 1, die Synagogen von Deutz und Köln, an denen der Vater Isaac Offenbach wirkte, der jüdische Friedhof von Deutz. Wer sich allerdings aufmachen...

Buchbesprechung: Vision und Tradition, 200 Jahre Nationaltheater in München

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Und immer wieder die Königin der Nacht   – Jürgen Schläder entwirft in „Vision und Tradition“ eine opulent bebilderte Geschichte der Szenographie des Nationaltheaters in München –  von Klaus J. Loderer Eine Geschichte des Bühnenbilds am Nationaltheater in München, heute Sitz der renommierten Bayerischen Staatsoper, bietet die Möglichkeit über zwei Jahrhunderte künstlerische Ideen in einem Haus zu vergleichen. Blättert man das Buch „Vision und Tradition“ durch, das aus Anlass einer Ausstellung des Theatermuseums zum Jubiläum 200 Jahre Nationaltheater erschien, durch, ist man erstaunt, wie viele Inszenierungen von Pfitzners „Palestrina“ es hier gab, einer ansonsten doch überaus selten gespielten Oper, die aber in München ihren festen Platz in der Rezeptionsgeschichte hat. Weniger erstaunt ist man bei den Wagner-Opern. Und noch weniger wundert man sich den breiten Querschnitt, den Mozarts „Zauberflöte“ bietet. Jürgen Schläder setzt diese Produktionen aus verschieden...