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Opernkritik: Franz Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ – Oper Dortmund – 2019

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Sachertorte schmeckt auch in China  – Toto stattet Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“ am Opernhaus Dortmund opulent aus –  von Klaus J. Loderer Auf die scheiternde Liebesbeziehung konzentriert sich der Blick in Thomas Enzingers neuer Inszenierung von Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ im Opernhaus Dortmund. Durch die Weglassung einiger komischer Passagen und der kompletten Streichung der Bufforolle des Obereunuchen tritt der tragische Charakter stärker in den Vordergrund. Für die Konzentration auf das Hauptpaar sorgt auch die Verdoppelung: ein Tänzerpaar in den Kostümen von Lisa und Sou-Chong deutet schon während der Ouvertüre pantomisch die Handlung an, während der chinesisch anmutenden Motive unterstützt von einem Tänzer und drei Tänzerinnen. Die fünf Tänzer untermalen während des ganzen Stücks die Handlung, verdeutlichen manchmal auch Wünsche und Sehnstüchte der Protagonisten (Choreographie Evamaria Mayer). Dazu gibt es viel China-Exotik. Wobei der Wien-Akt ...

Das Land des Lächelns – Oper Dortmund – 2005

Lehárs Operette »Das Land des Lächelns« am Musiktheater Dortmund  »Das Land des Lächelns« ist neben dem Erfolgsstück »Die lustige Witwe« das meistgespielte Werk Franz Lehárs. Wie in anderen Operetten Lehárs aus den 20er-Jahren überdeckt auch hier das Motiv einer Liebesentsagung die frivole Fröhlichkeit früherer Operetten. Mit opernhaftem Pathos ist das Hauptpaar angelegt, die österreichische Gräfin Lisa und der chinesische Prinz Sou-Chong. Völlig gegensätzlich ist das Buffo-Paar Gustav und Mi gestaltet. Vierfach ist dann am Ende trotzdem die Liebesentsagung. Den für die Entstehungszeit äußerst exotischen Ort des zweiten Teils der Handlung, Peking, unterlegt Lehár mit entsprechend chinesisch anmutender Musik. War die 1923 in Wien unter dem Titel »Die gelbe Jacke« uraufgeführte erste Fassung noch eine verspielt heitere Komödie, betonte Lehár für die zweite Fassung, die 1929 in Berlin ihre Uraufführung erlebte, das tragische Motiv. Das Musiktheater Dortmund, das zu den großen u...