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Vortrag zur britischen Theaterarchitektur: Claire Appleby stellt die Liste „Theatres at Risk“ vor

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31 Theater im Vereinigten Königreich, die auf ihre Neubelebung warten  – Online-Vortrag von Claire Appleby zur Liste „Theatres at Risk“ der britischen Stiftung Theatres Trust –  von Klaus J. Loderer Bei historischen Theatern mag man zuerst an Italien denken, doch besitzen auch andere Länder eine Vielzahl historischer Theatergebäude. Im Vereinigten Königreich sind das neben den bemerkenswerten Art-Deco-Theaterbauten des 20. Jahrhunderts vor allem die üppig dekorierten Theater der viktorianischen und edwardianischen Zeit. Denkt man an das Londoner Westend, sind es vor allem Theater aus diesen Epochen. Aber im ganzen Land gibt es zahlreiche historische Theater. Mehrere Vereinigungen haben sich der Erforschung und Erhaltung dieser Theater verschrieben. Da ist etwa die Frank Matcham Society, die sich dem Werk des für England so wichtigen Theaterarchitekten widmet. Breiter gefasst ist das Interesse der 1976 gegründeten Stiftung Theatres Trust, die sich für Theatergebäude einsetzt, u...

Theatergeschichte: Wie aus dem Somossy-Orpheum das Budapester Operettentheater wurde

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Unterhaltung im alten Budapest  – Karl Somossy und sein Erstes hauptstädtisches Orpheum –  von Klaus J. Loderer Sylva Varescu tritt in der Operette »Die Csárdásfürstin« im Budapester Orpheum auf. Was ist eigentlich ein Orpheum? Der Begriff basiert natürlich auf dem Sänger Orpheus in der griechischen Mythologie. Das Fremdwörterbuch übersetzt Orpheum mit Tonhalle oder Vergnügungslokal. In der Operette ist, wie man schnell merkt, kein Konzertsaal gemeint sondern ein Etablissement, wie man früher so schön sagte. Denn Sylva Varescu ist keine Kammersängerin sondern eine »Tingeltangeleuse«, wie despektierlich über sie gesagt wird. Der deutsche Begriff für Orpheum war Rauchtheater, was schon darauf hinweist, dass man dort nicht wie im Bayreuther Festspielhaus gebannt auf die Bühne starrte oder wie im königlichen Hoftheater zu Budapest auf das Kleid in der Loge gegenüber, sondern man es sich gemütlich machte, rauchte, tafelte und sich nebenbei unterhalten ließ mit Musik und Show. Da wu...

Eine andere Komische Oper: 1905 eröffnete Hans Gregor in Berlin sein privates Opernhaus an der Friedrichstraße

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Der „Schornstein“  – Sein Theater hatte sich Operndirektor Hans Gregor anders vorgestellt –  von Klaus J. Loderer  Die Komische Oper Berlin ist heute als Theater in der Behrensstraße bekannt. Den Namen Komische Oper trug früher aber schon ein anderes Opernhaus. Dieses Theater ist heute weitgehend vergessen. Die Geschichte dieses Theaters an der Friedrichstraße ist aber durchaus interessant und eng mit dem Namen Hans Gregor bekannt, der vor allem als Direktor des k.u.k. Hofopernhauses in Wien (heute Staatsoper) zwischen Gustav Mahler und Richard Strauss bekannt ist. Musikhistoriker rümpfen über ihn zwar gerne die Nase, aber das ist nicht gerechtfertigt. Hans Gregor plant ein Opernhaus Bis zur Eröffnung des Deutschen Opernhauses in Charlottenburg, der späteren Deutschen Oper, dominierte den Opernbereich in Berlin vor allem das königliche Opernhaus unter den Linden. Das war renommiert, in den Darbietungen durchaus konservativ-verstaubt und bot Opernstars, hatte aber einen re...