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Ausstellung: Bilder von Karsten Kretschmer und Gez Zirkelbach im Museum am Widumhof in Urbach – 2021

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Die Künstler spielen mit unseren Assoziationen  – Ausstellung »Two of Art – jetzt« mit gemeinsamen Arbeiten von Karsten Kretschmer und Gez Zirkelbach im Museum am Widumhof in Urbach –  von Klaus J. Loderer »Two of Art« bedeutet nicht, dass Werke zweier Künstler in einem Raum versammelt sind. Es bedeutet in diesem Fall vielmehr, dass die Arbeiten gemeinsam von zwei Künstlern geschaffen wurden. Das ist ungewöhnlich. Karsten Kretschmer und Gez Zirkelbach pflegen diese gemeinsame Kunstschöpfung aber schon seit vielen Jahren. Als »Two of Art« sind sie ein fester Begriff. Allerdings arbeiten sie nicht ausschließlich zusammen. Beide Künstler führen durchaus noch ihr Eigenleben. Nun präsentierten sie wieder einmal ihre neuesten gemeinsamen Arbeiten. Ziemlich genau nach fünfzehn Jahren stellten sie wieder in Urbach aus. 2006 haben sie ihre Bilder schon einmal in Urbach gezeigt. Damals war der 2004 gewählte Begriff »Two of Art« noch recht neu, die Zusammenarbeit geht aber schon bis in die Mitte

Franz Lehárs Operette »Die Juxheirat« – Musikalische Komödie in Leipzig – 2021

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Wenn die Los-vom-Mann-Präsidentin heiratet Franz Lehárs selten gespielte Operette »Die Juxheirat« an der Musikalischen Komödie in Leipzig von Klaus J. Loderer »Die Juxheirat« gehört zu den weniger bekannten Werken Franz Lehárs. Sie geriet schnell in den Schatten der ein Jahr später uraufgeführten Operette »Die lustige Witwe«. Damit wurde Lehár auf einen Schlag berühmt. »Die Juxheirat« verschwand in der Versenkung. Ein Grund mag auch gewesen sein, dass einige Motive der Handlung eben auch in der »Witwe« vorkommen, etwa, dass der Tenor der weiblichen Hauptperson gegenüber kein Liebesbekenntnis machen soll. Dieses Problem zu lösen, ist den Librettisten in der »Witwe« dann doch wesentlich eleganter gelungen als in »Die Juxheirat«. Dabei hat das Libretto der »Juxhochzeit« mit seiner teilweise scharfen Ironie durch Qualitäten.  »Die Juxheirat« an der Musikalischen Komödie in Leipzig: Lilli Wünscher (Selma), Julia Ebert (Miss Edith), Theresa Maria Romes (Juliane von Reckenburg), Nora Lentner

Ausstellung »Reise« in der Galerie Dengler und Dengler in Stuttgart – 2021

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Von Reisen und Reisesehnsucht  – Galerie Dengler und Dengler in Stuttgart präsentiert Gemälde von acht Künstlern in der Ausstellung »Reise« –  von Klaus J. Loderer Der Vulkan ist aktiv. Lava rinnt den düsteren Berg hinunter. Fast der ganze Himmel ist mit dunklen Wolken verhangen. Nur ein kleines Eckchen blauer Himmel ist noch sichtbar. Wir sehen den Vesuvausbruch des Jahres 1944. Eine dramatische Szenerie, die allerdings konterkartiert wird durch zwei Objekte, die für Erstaunen sorgen. Es fliegt links und rechts je eine Pizza. Wurden sie im Vesuv gebacken? Oder sind es unbekannte Flugobjekte in Pizza-Optik. Der ungarische Künstler András Pinczehely hat eine ganze Serie solch surrealistischer Pizza-Bilder geschaffen. Pizza findet sich bei ihm an jedem Ort. Zwei dieser Pizza-Bilder waren bei der Ausstellung »Reise« in der Galerie Dengler und Dengler in Stuttgart zu sehen. Die Gemälde Pinczehelyis waren schon in mehreren Einzelausstellungen in der Galerie zu sehen. Noch ein zweites Pizza-

Theatergeschichte: Vor 110 Jahren wurde das von Oskar Kaufmann geplante Stadttheater Bremerhaven eröffnet

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„Es herrschte nur eine Stimme der höchsten Anerkennung über die prächtige und harmonische Ausstattung des Kunsttempels“  – Vor 110 Jahren wurde das neue Stadttheater in Bremerhaven, ein Werk des Architekten Oskar Kaufmann, eröffnet –  von Klaus J. Loderer „Bremerhaven, den 1. Oktober. Das neue Stadttheater wurde gestern abend vor einem zahlreichen Kreise geladener Gäste, unter denen sich die Spitzen der Behörden, Vertreter der Kunst und Wissenschaft, der Presse und eine große Anzahl von Freunden des Kunstinstituts befanden, durch die Generalprobe des Shakespeareschen Sommernachtstraums eingeweiht. Das Theater war bis auf den letzten Platz besetzt. Es herrschte nur eine Stimme der höchsten Anerkennung über die prächtige und harmonische Ausstattung des Kunsttempels, der nach dem Urteil berufener Sachverständiger in seiner Raumgestaltung, seiner vornehmen Ausstattung und ausgezeichneten Akustik zu den hervorragendsten Deutschlands zählt. Auch die Aufführung unter Regie des Direktors Burch

Theatergeschichte: 70 Jahre Komödie im Marquardt in Stuttgart

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Ein Haus des Boulevardtheaters  – Vor 70 Jahren war die erste Premiere in der Komödie im Marquardt in Stuttgart –  von Klaus J. Loderer  Boulevardstücke, musikalische Komödien, Mundartstücke, Revuen etc. gehören zum Profil der Komödie im Marquardt , die zu den bekannten privaten Theatern in Deutschlands gehört. Am 1. September 2021 konnte die  Komödie im Marquardt  auf ein siebzigjähriges Bestehen zurückblicken. Spielzeithefte der Komödie im Marquardt in Stuttgart Foto: kjl Das „Marquardt“ ist ein markantes Gebäude am Stuttgarter Schlossplatz. Zwischen dem Königsbau und dem Königin-Olga-Bau nimmt es die Ecke der Königstraße zur Bolzstraße ein. Im Gegensatz zum Königsbau mit seinen hohen Säulen ist das Marquardt kleinteilig gegliedert. Gesimse, Pilaster, Säulen, Giebelchen über den Fenstern und Figuren dekorieren die Sandsteinfassade. Der Neorenaissanceschmuck war früher noch reicher. Einstens war das Marquardt ein Hotel, das erste Haus am Platze. Um den früher benachbarten Bahnhof ents

Ausstellung über ungarische Synagogen – Liszt-Institut Stuttgart – 2021

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Orientalistische Märchenschlösser  – Ausstellung »Sie sollen mir ein Heiligtum machen!« über ungarische Synagogen und ihre Gemeinden im ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart –  von Klaus J. Loderer Die Architektur der Synagogen verläuft im 19. Jahrhundert in einer interessanten Entwicklung. Während der Kirchenbau nach Barock und Klassizismus in Richtung mittelalterlicher Stile wechselte und die allgemeine historistische Stilentwicklung im Zivilbereich eine Zeit lang von der Neorenaissance dominiert wurde, ging die Synagogenarchitektur in eine ganz andere Richtung. Barock und Klassizismus dominierten auch den Synagogenbau. Doch im weiteren 19. Jahrhundert zitierten Synagogen üblicherweise maurische Architektformen. Dieser Orientalismus führt auch in Ungarn zu interessanten und ungewöhnlichen Bauten. Ein großes Foto mit dem Blick in die Kuppel der Synagoge von Szeged zeigt diesen Orientalismus eindrücklich. Ausstellung  über Synagogen im Liszt-Institut in Stuttgart Foto: kjl Eine vom U