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Operettenrarität: Jacques Offenbachs „Die Prinzessin von Trapezunt“ – Theater Hildesheim 2019

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Als man in der Lotterie ein Schloss gewinnen konnte  – Gastspiel des Theaters für Niedersachsen Hildesheim mit Offenbachs Opéra-bouffe „Die Prinzessin von Trapezunt“ (La princesse de Trébizonde) in Itzehoe – Regiedebüt von Max Hopp –  von Klaus J. Loderer Das Theater für Niedersachsen bespielt nicht nur sein Theater in Hildesheim. Es gibt auch Gastspiele. Ende März fährt man mit einer Musikproduktion für eine Vorstellung an einem Sonntag nach Itzehoe. Diese Stadt in Schleswig-Holstein besitzt ein ungewöhnliches modernes Theatergebäude des Architekten Gottfried Böhm. Warum also nicht nach Itzehoe fahren, um  „Die Prinzessin von Trapezunt“ anzuschauen. Es ist schon eine absurd-nette Geschichte. Ein Prinz verliebt sich in die Prinzessin von Trapezunt. Diese ist allerdings keine Prinzessin sondern eine Figur in einem Wachsfigurenkabinett. Und die vermeintliche Wachsfigur ist auch keine, da Zanetta der Figur beim Abstauben die Nase abgebrochen hat...

Opernkritik: „Orpheus“ von Georg Philipp Telemann – Theater für Niedersachsen Hildesheim – 2018

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Hildesheim schwelgte in barocken Opernfreuden – Publikum feierte die letzte Vorstellung von Georg Philipp Telemanns Oper „Orpheus oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ im Theater für Niedersachsen (TfN) in Hildesheim –  von Klaus J. Loderer Als überaus erfolgreiche Produktion stellte sich Georg Philipp Telemanns Oper „Orpheus oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ am Theater für Niedersachsen in Hildesheim heraus. Auch die letzte Vorstellung fand nach mehr als einem Jahr Laufzeit vor vollem Haus statt. Schon jede Musiknummer wurde eifrig beklatscht. Mit Standing Ovations und großem Jubel bedankte sich das Publikum am Ende. Dabei gehörte Barock in den letzten Jahren nicht gerade zum festen Bestandteil des Spielplans. Für Publikum und Theater war „Orpheus“ also eine ganz neue Erfahrung. Insofern war es sicher ein Wagnis, noch dazu mit einer nicht gerade bekannten Oper eines auch nicht so bekannten Komponisten. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Das Theater hat für ...

Premierenkritik: Tschaikowskys Märchenoper „Die Pantöffelchen“ (Черевички – Tscherewitschki) – Theater für Niedersachsen Hildesheim – 2018

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Wenn der Schmied sich den Teufel  mit einem Judowurf  gefügig macht  – „Die Pantöffelchen“, komisch-fantastische Oper von Peter I. Tschaikowsky am Theater für Niedersachsen in Hildesheim –  von Klaus J. Loderer Eine bezaubernde Produktion ist dem Theater Hildesheim mit der Opernrarität „Die Pantöffelchen“ (Черевички – Tscherewitschki) gelungen. Endlich mal etwas anderes von Tschaikowsky als immer nur „Pique Dame“ und „Eugen Onegin“. Seit mehr als dreißig Jahren wurde diese Oper Tschaikowskys in Deutschland nicht mehr aufgeführt. Und zur Adventszeit passt die Geschichte auch noch gut, schließlich spielt die Oper an Weihnachten. Die spröde Dorfschönheit Oxana wünscht sich Pantöffelchen wie jene der Zarin. Da Dorfschmied Wakula über beide Ohren in sie verliebt ist, macht er sich tatsächlich auf, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Der Teufel bietet ihm Hilfe gegen sein Seelenheil an, der starke Schmied überlistet ihn aber und macht ihn sich so gefügig. Er erhält i...

Operettenkritik: Paul Abrahams „Die Blume von Hawaii“ – Theater Hildesheim – 2018

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Skandal im Filmpalast Hawaii  – Tamara Heimbrock inszeniert Paul Abrahams „Die Blume von Hawaii“ am Theater für Niedersachsen in Hildesheim –  von Klaus J. Loderer Weder in Honolulu noch in Monte Carlo spielt „Die Blume vom Hawaii“ am Theater für Niedersachsen in Hildesheim, die als Wiederaufnahme in der neuen Spielzeit zu sehen ist. Die kurzweilige Inszenierung von Tamara Heimbrock lässt uns über den exakten Ort im Unklaren. Das ist aber gar nicht so wichtig. Das Bühnenbild von Julie Weideli entfaltet vor allem im zweiten Akt seine Wirkung, wenn wir den neu eröffneten Filmpalast Hawaii von innen sehen.  Das waren also die verschlossenen Glastüren des ersten Akts, vor denen sich zufälligerweise allerhand Leute treffen. Da kommt Charleys Tante mit Marlene Dietrich im Damensmoking angeradelt. Nein, dieses Paar in gewechselten Geschlechterrollen ist der Jazzsänger Jim Boy, der Prinzessin Laya als Schlagerstar Suzanne Provence nach Hawaii einschleust. Und Rudolp...