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Eine andere Komische Oper: 1905 eröffnete Hans Gregor in Berlin sein privates Opernhaus an der Friedrichstraße

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Der „Schornstein“  – Sein Theater hatte sich Operndirektor Hans Gregor anders vorgestellt –  von Klaus J. Loderer  Die Komische Oper Berlin ist heute als Theater in der Behrensstraße bekannt. Den Namen Komische Oper trug früher aber schon ein anderes Opernhaus. Dieses Theater ist heute weitgehend vergessen. Die Geschichte dieses Theaters an der Friedrichstraße ist aber durchaus interessant und eng mit dem Namen Hans Gregor bekannt, der vor allem als Direktor des k.u.k. Hofopernhauses in Wien (heute Staatsoper) zwischen Gustav Mahler und Richard Strauss bekannt ist. Musikhistoriker rümpfen über ihn zwar gerne die Nase, aber das ist nicht gerechtfertigt. Hans Gregor plant ein Opernhaus Bis zur Eröffnung des Deutschen Opernhauses in Charlottenburg, der späteren Deutschen Oper, dominierte den Opernbereich in Berlin vor allem das königliche Opernhaus unter den Linden. Das war renommiert, in den Darbietungen durchaus konservativ-verstaubt und bot Opernstars, hatte aber einen relativ kleinen

Filmbesprechung: „Louis van Beethoven“

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Viele Klischees in hübschen Kostümen – Nikolaus Stein von Kamienskis Fernsehfilm „Louis van Beethoven“ –  von Klaus J. Loderer Die Erwartungen an diesen Beethovenfilm waren wohl etwas anders als die Intentionen des Regisseurs. Für das Fernsehpublikum war es ein Film über das Genie Beethoven zu dessen 250. Geburtstag. Der Film von Nikolaus Stein von Kamienski spart allerdings mit der wichtigen Schaffensphase der Wiener Zeit die interessanteste Phase komplett aus und konzentriert sich auf Kindheit und Jugendzeit in Bonn. Ausgehend von einem Aufenthalt Beethovens bei seinem Bruder in seinem letzten Lebensjahr, wirft der Film Rückblicke auf die Kindheit und Jugendzeit. Die Reibereien mit Bruder, Schwägerin und Neffe und die Komposition an den Streichquartetten F-Dur und B-Dur laufen als Handlung parallel zu den Rückblicken, was durchaus verwirrend wirken kann.  Inschrift am Geburtshaus Ludwig van Beethovens in Bonn Foto: Klaus J. Loderer Da Ludwig van Beethoven üblicherweise als solitäres

Ein vergessenes Theater in Stuttgart: Apollotheater, Residenztheater, Deutsches Theater

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„Vornehmstes und schönstes Varieté- und Spezialitätentheater Stuttgarts“  – Apollotheater, Residenztheater, Deutsches Theater in Stuttgart – von der Unterhaltungsbühne zur ernsthaften Sprechbühne –  von Klaus J. Loderer Mit dem Apollotheater werden Stuttgarter heutzutage das Stage Apollo-Theater assoziieren, eines der beiden Musicaltheater in Möhringen. Diesen Theaternamen gab es aber in Stuttgart schon früher. Wobei der Name Apollotheater nur kurz existierte. Das Theater war länger als Residenztheater bekannt und wurde schließlich zum Deutschen Theater. Nach nicht einmal 25 Jahren legte sich der Schleier der Geschichte über dieses Stuttgarter Theater. Anfang als Unterhaltungstheater Richard Zanker erzählt in seinem Buch „Geliebtes altes Stuttgart“ vom Apollotheater und einem Preisausschreiben „Wer ist Frau Luna?“ als Werbung für Paul Linckes Operette, das zu einen riesigen Ansturm auf das Theater führte.  „Vornehmstes und schönstes Varieté- und Spezialitätentheater Stuttgarts. Größtes