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Richard Strauss' komische Oper Die schweigsame Frau – Nationaltheater München – 2017

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Traviata, Madama Butterfly, Brünnhilde, Tosca, Salome – eine Opernrevue überfällt die Bühnenöde – Richard Strauss’ selten gespielte Oper „Die schweigsame Frau“ am Nationaltheater München – von Klaus J. Loderer Die Bühne ist offen. Eine riesige leere Bühne. Nein, nicht ganz leer. Ein rostbrauner Podest steht auf der Bühne, darauf eine Liege. Mit Eintreffen des Dirigenten geht der schwarze Vorhang herunter, auf den wir während der Ouverture schauen dürfen. Dann geht der Vorhang wieder auf. Und was sehen wir? Eine leere Bühne, der rostbraune Podest, die Liege. Aber nun liegt ein Mensch auf der Liege. Es ist Sir Morosus. Admiral im Ruhestand. Schwerreich. Er hat mehrere spanische Schiffe erbeutet, deren Gold nun im Keller liegt, wie sein Barbier irgendwann herausplappert. Das Gold liegt tatsächlich im rostbrauen Podest. Wir sehen es zu Beginn des dritten Akts, wenn der rostbraune Podest hinaufgezogen wird, genauer gesagt nach hinten gekippt wird, und viele Dublonen herunterklimmpe...