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Opfer der Nazis: Die Berliner Sopranistin Fanny Opfer, eine Lied- und Oratoriensängerin der Zeit um 1900

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„Ihr freundlicher heller Sopran und ihr freundlicher heller Vortrag trugen ihr auch diesmal wohlverdienten Beifall ein“  – Kunstlied und Oratorium waren das bevorzugte Feld der Sopranistin Fanny Opfer  –  von Klaus J. Loderer und Matthias Woehl „Der Engel Lied“ (La serenata) gehörte um 1900 zu den bekannten Kunstliedern, wie überhaupt die Gattung Kunstlied viel gepflegt wurde. Sein Komponist Gaetano Braga (1829-1907), dessen Opern einmal sehr populär waren, ist heute weitgehend vergessen.  In einer erhaltenen Schallplattenaufnahme vom Anfang des 20. Jahrhunderts singt Fanny Opfer berührend das Lied von einem fiebernden Mädchen, das im Sterben die Stimmen der Engel hört.  Auch Fanny Opfer ist längst vergessen. Immerhin war sie 1905 in der Musikwelt bekannt genug, dass der Musikverlag Martin Schmeling in Anzeigen für Liederausgaben von James Rothstein mit der Referenz Fanny Opfers warb.  Das Berliner Musikpublikum konnte sie durch Konzertauftritte kennen. Zum...

Theatergeschichte: Hanau besaß einmal ein Stadttheater, das Aschaffenburg und Offenbach mitversorgte

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Schauspiel und Operette  – Vom kurfürstlichen Schauspielhaus zum Stadttheater Hanau –  von Klaus J. Loderer Hanau besaß einmal ein Stadttheater. Es befand sich am Rand der Altstadt in der Bangergasse (heute Bangertstraße) in der Nähe des Paradeplatzes (heute Freiheitsplatz). An der Stelle steht heute das Ypsilonhaus. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadttheater beschädigt und 1954 abgerissen,  obwohl das Stadttheater eines der wenigen Gebäude war, das die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs zumindest als Ruine überlebte, als am 19. März 1945 die Innenstadt von Hanau bei einem Angriff der Royal Air Force in Schutt und Asche gelegt wurde. Dem Paradeplatz streckte das Stadttheater allerdings die Rückseite zu, die durch ein markantes Halbrund gebildet wurde. Obwohl das Theater ab dem 19. Jahrhundert von der Stadt betrieben wurde, ist seine Entstehung aber dem Charakter Hanaus als Residenzstadt zu verdanken. Interessanterweise entstand das Theater aber nicht in der Nähe des Sch...

Vor 125 Jahren: erstmals Wagners „Tristan und Isolde“ in Amsterdam – das Opernjahr 1896

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„Die  Meistersinger von Nürnberg “  in englischer und französischer Sprache  – Aus der Chronik des Neuen Theater-Almanachs –  von Klaus J. Loderer    Der Januar 1896 stand im Zeichen des Jubiläums der Reichsgründung. Fünfundzwanzig Jahre zuvor hatte am 18. Januar 1871 die Gründung des Deutschen Reichs mit der sog. Kaiserproklamation im Spiegelsaal des Schlosses zu Versailles stattgefunden. Den Termin hatte man bewusst in Erinnerung an die Krönung des ersten preußischen Königs am 18. Januar 1701 in Königsberg gewählt. Was tat sich vor 125 Jahren im Bereich der Oper an deutschen Theatern. Dazu geben die Chroniken in den jährlich erscheinenden Jahrbüchern Neuer Theater-Almanach eine gute Übersicht. Wenn man sich die Aufführungsjubiläen anschaut, fallen die hohen Aufführungszahlen bei Meyerbeer auf. Andererseits fanden in vielen Städten Erstaufführungen von Wagneropern statt. Es ist eine Zeit mit zahlreichen Eröffnungen von Theaterneubauten. Und wie heute wechs...