Aida – Duisburg – 2015
Verdis Oper „Aida“ an der Deutschen Oper am Rhein
An der Deutschen Oper
am Rhein hat man Verdis Aida ins 19. Jahrhundert verlegt (2. Oktober im
Duisburg). König Ramphis' großbürgerlicher Salon (Bühnenbild Johannes
Leibacker) bildet die Folie für die Dreiecksgeschichte mit Aida als
Dienstmädchen (Regie Philipp Himmelmann). Viele schwarze Särge standen herum.
Das paßt so irgendwie. Und der Damenchor war hübsch ausstaffiert mit üppigen
Kleidern mit Cul-de-Paris
(Kostüme Gesine Völle). Das sorgte für ein entsprechendes Ambiente. Dass im
zweiten Teil Aida dann nur noch in Unterwäsche rumläuft, ist eben so eine
derzeitige Inszenierungsmode – entsprechend der gerade üblichen
Krawattenlosigkeit der Tenöre. Sehr eindrucksvoll das Schlußbild, wenn Aida und
Radamen mit dem Bühnenboden versinken und von oben das großbürgerliche
Wohnzimmer sich langsam absenkt. Orchester und Gesang eine solide
Repertoirevorstellung.
Klaus J. Loderer
Besuchte Vorstellung: 2. Oktober 2015
Theater Duisburg
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