Mozarts „Così fan tutte“ – Hessisches Staatstheater Wiesbaden – 2018
Wer liebt, der hat auch zu leiden – der ewige Traum der monogamen Liebe – Eine (fast) geniale Inszenierung von Mozarts „Così fan tutte“ am Staatstheater Wiesbaden – von Matthias Woehl Eigentlich gibt es keine Bühne. Der Zuschauerraum spiegelt sich auf der Bühne wieder, dort sitzt ebenfalls Publikum, in der Mitte wird um den umbauten Orchestergraben herum gespielt. Die Protagonisten sitzen im Zuschauerraum, wie wir, das Publikum, und dort entsteht der Streit zwischen Ferrando, Guglielmo und Don Alfonso. Alle Vorgänge entwickeln sich aus dem Publikum, und das passt einfach zu diesem Stück, das nicht umsonst „die Schule der Liebenden“ als Untertitel trägt, und die einfach Alle etwas angeht, die jemals geliebt haben. Im Gegensatz zu vielen anderen Opern handelt das Stück ja von Problemen, die auch heutzutage allgemeingültig sind, nämlich vom Traum der Monogamie und dessen Unmöglichkeit. Wer hat nicht, und sei es nur in der Phantasie, mal an jemand anderen gedacht?...