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Vor 120 Jahren eröffnet: das Friedrichsbautheater in Stuttgart

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Ein neobarockes Unterhaltungstheater  – Das Vergnügungsetablissement Friedrichsbau in Stuttgart wurde im Jahr 1900 eröffnet –  von Klaus J. Loderer Im Zuge der Diskussion um das geschlossene Metropol-Kino in Stuttgart kam auch die Idee der Nutzung als Varieté wieder ins Gespräch. Das Kino wurde in den 1950er-Jahren tatsächlich erfolgreich als solches betrieben. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sogar die schon vorhandene kleine Bühne vergrößert, um sie für Auftritte nutzen zu können. Das reiht sich ein in die Tradition des Ausgehviertels. Sie wurde 1994 fortgeführt durch das Friedrichsbauvarieté im neuen Gebäude der L-Bank. Beim Umzug auf den Pragsattel nahm man 2014 den Namen mit und trennte ihn dadurch aber gleichzeitig vom Standort. Der Name knüpfte an ein Gebäude an, das 1994 längst nicht mehr stand, da es 1955 für die Verbreiterung der Friedrichstraße abgerissen wurde. Friedrichsbau in Stuttgart Aus: Architektonische Monatshefte 1900 Um 1900 sah die Kreuz...

Vor 111 Jahren eröffnet: das „Alte Schauspielhaus“ in Stuttgart war Sprechbühne und Operettentheater

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Heliotrop auf apfelgrünem Grund mit verstreuten bunten Blumen  – Das „Alte Schauspielhaus“ wurde 1909 als „Stuttgart Schauspielhaus“ eröffnet –  von Klaus J. Loderer  Das „Alte Schauspielhaus“ in Stuttgart wird seit Jahrzehnten zusammen mit dem „Komödie im Marquardt“ erfolgreich von den „Schauspielbühnen“ bespielt. Der historische und doch moderne Zuschauerraum hält in seiner Intimität Publikum und Bühne eng zusammen. Das treue Publikum sorgt fast bei jeder Vorstellung für ausverkauftes Haus. Umso schmerzlicher ist die staatlich verordnete Zwangsschließung, die das Alte Schauspielhaus wie alle deutschen Theater in diesem Jahr schon zum zweiten Mal trifft.   Wie das Theater in die dicht bebaute Stuttgarter Innenstadt eingefügt ist, das ist schon genial. Von der Marienstraße zweigt die Kleine Königstraße ab, eine Verbindung zur Tübinger Straße. Sie weitet sich leicht und bildet ein Plätzchen. An lauen Frühlingsabenden nutzt das Theaterpublikum dieses abseits des städti...

Aus der Geschichte der Oper in Stuttgart: Gastspiel der Sopranistin Hedy Iracema-Brügelmann 1919

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„Der weiche Wohllaut ihres glockenreinen Soprans hat etwas Einschmeichelndes und Beglückendes an sich“  – Ein Gastspiel von Hedy Iracena-Brügelmann in Stuttgart im Frühjahr 1919 mit „Tiefland“, „Mona Lisa“ und einem Liederabend –  von Klaus J. Loderer  Die in Brasilien geborene Sängerin Hedy Iracema-Brügelmann war von 1909 bis 1917 als gefeierte Sopranistin im Ensemble des Königlichen Hoftheaters in Stuttgart. Die Stuttgarter Opernfans waren traurig über ihren Weggang nach Wien. Die Karriere gestaltete sich am k.u.k. Hofopernhaus in Wien, aus der dann die Staatsoper wurde, aber nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. Die neuen Direktoren Richard Strauss und Franz Schalk versuchten Hedy Iracema-Brügelmann loszuwerden. Dass sie im Frühjahr 1919 zu einem Gastspiel an ihre alte Wirkungsstätte Stuttgart zurückkehrte, könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie sich eine Wiederanstellung erhoffte. Aus dem Königlichen Hoftheater war mit dem politischen Umbruch das Württemberg...

Aus der Geschichte der Oper in Stuttgart: „Schahrazade“ von Bernhard Sekles 1919

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„Für die Aufführung hat Fritz Buschs Leitung den entsprechenden Ton gefunden“  – „Schahrazade“, eine vergessene Oper des vergessenen Komponisten Bernhard Sekles –  von Klaus J. Loderer Der Spielplan des Württembergischen Landestheaters in Stuttgart, wie das ehemalige königliche Hoftheater und spätere Württembergische Staatstheater nun hieß, hatte im Opernbereich im Frühjahr 1919 die übliche Mischung mit Werken, die auch heute noch häufig gespielt werden wie Mozarts „Don Giovanni“, Verdis „Aida“, Wagners „Meistersinger“ und Webers „Der Freischütz“ im Programm. Daneben gab es einige heute eher vergessene Werke wie Lortzings „Undine“ und „Der Waffenschmied“ und mehrere damals moderne Opern wie „Tiefland“ von Eugen d’Albert und die immerhin in Stuttgart uraufgeführte Oper „Mona Lisa“ von Max von Schillings“. Übrigens wurde „Don Giovanni“ im Kleinen Haus gespielt, die heutige Aufteilung in Opernhaus und Schauspielhaus gab es damals noch nicht. Am 8. Mai 1919 lernte das Stuttgarter ...